120 Jahre SVE in kurzer Revue!

Ich möchte das 120 jährige Jubiläum zum Anlass nehmen um ein wenig aus der Chronologie unseres SV der Entenzüchter zu berichten. Kurz skizzieren, den Werdegang von damals bis heute, ohne dabei den Status auf inhaltliche Vollständigkeit und korrekte Zeitfolge erheben zu wollen.

Die Gründung erfolgte 1895 durch 30 beherzte Männer. Man wollte auch den Entenzüchtern nicht nur eine Heimat sondern auch eine Stimme geben. Als Rassen von Anfang an dabei waren, ja man höre und staune bereits die Haubenenten, ebenso die Schwedenenten heute unter dem Namen Pommernenten, eingetragen. Weiterhin werden genannt die Aylesburyenten, Smaragdenten, Cayugaenten, Warzenenten, Rouenenten, sowie Pekingenten in der Form unserer heutigen Deutschen Pekingenten und die Zwergenten. Der Begriff Zwergenten sollte letztendlich eine klare Trennung zu den noch weit verbreiteten Lockenten für den Wildfang von Stockenten bringen.

Der aller erste 1. Vorsitzende war Carl von Oertzen. Er hatte die Gründungsversammlung anberaumt und wurde 1888 von Philipp Landgrebe aus Altenritte abgelöst. Es wurden durch die Initiative von Landgrebe Musterbeschreibungen ausgearbeitet und im Buch von Dr.Baldamus und Alfred Beek 1908 veröffentlicht. Ein für damalige Verhältnisse schon beachtenswertes Werk über die Geflügelzucht.

Der Entenzüchterklub konnte 1905 auf sein 10 Jähriges Bestehen zurückblicken. Zur Nationalen in Dresden standen 39 Aylesburyenten, 123 Pekingenten, 39 Rouenenten, 27 Cayugaenten, 38 Laufenten und 10 Haubenenten. Eine beachtliche Leistung wie ich finde.

Die Laufenten 1896 von England aus nach Deutschland gekommen machten schnell Furore und so kam es dass sich im Jahre 1908 die Laufentenzüchter abtrennten und einen eigenständigen Club gründeten – heute der SV der Laufentenzüchter, zu dem wir kameradschaftliche Beziehungen pflegen.

1909 gab es einen Wechsel, der Rentmeister C. Krause wurde neuer Vorsitzender des Entenklubs.

1910 kam dann noch ein so genannter Spezialklub hinzu, der Bund der Hauben- Kaiser- Entenzüchter mit dem Vorsitzenden Heinrich Fehrenberg aus Essen.

Im Jahre 1912 verselbstständigte sich ein Orpingtonenten-Züchterverein mit Vorsitzenden Fritz Thiem aus Unterlaimbach Mittelfranken. Die Orpingtonzüchter legten fest, dass beide Geschlechter eine schwarze Bohne und die Farbe dunkelgoldgelb sein muss mit einer Stellung etwas aufgerichtet in einem Winkel vom 50° . 1912 gab es dann sogar eine Kunstdruckbild von Blauen Orpingtonenten in der Geflügel Welt herausgegeben von Dr. Paul Trübenbach. Ich muss zugeben so ein Exemplar fehlt mir noch im Entenmuseum.

1912 hatte ohne jegliche Formalitäten im Alleingang ein Erwin von Leistner aus Muggendorf in der fränkischen Schweiz, einen Süddeutschen Entenzüchter Klub gegründet. Dem schloss er kurzerhand noch die Gänsezüchter an. Mehr ist von diesem Herrn Leistner und seine Klub nicht bekannt geworden.

Nach dem 1. Weltkrieg folgte 1918 Eduard Hornung aus Wolkramshausen im Herzen von Thüringen als 1. Vorsitzender.

1921 kommt dann erstmals die amerikanische Pekingente bei der in München abgehaltenen Nationalen in die Käfige. Hochgelobt wegen ihrer Wirtschaftlichkeit und doch schon damals eher selten beim Rassegeflügel.

Die Streicherente wird 1928 als Liekers streifige Ente vorgestellt. Auch diese Rasse aus England stammende Rasse konnte am Anfang wenig Fuß fassen – wir wissen heute ist dies ganz anders und sie gehört zu den beliebtesten überhaupt.

Kurzerhand fasste man 1929 die wegen ihres Merkmals sogenannten Latzenten, also die Uckermärker-, die Schweden- und Duclairenten, in den blauen und schwarzen Pommernenten zusammen – alle anderen Namen wurden untersagt. Bevor man sich bei 5 Rassen in den Weiten endloser Kleinigkeiten verlor wurde eben ein Machtwort gesprochen – so etwas kann manchmal sehr hilfreich sein.

Kontra der vor erwähnten Zusammenführung wurde 1928/29 vom Bund für jede Rasse ein Spezialklub gefordert – ein neuerliches Machtwort von Oben welches dem Entenzüchter Klub nun gar nicht hilfreich sein konnte. Ganz im Gegenteil, der Gründung weiterer Entenvereine wurde per Diktat von Oben, so Tür und Tor weit aufgetan.

Wie aus einer neu entdeckten Quelle sprudelten diverse Klubs und Vereine am Entenhimmel hervor. Zu nennen sind der Klub Schleswig-Holsteiner Entenzüchter mit Hinrich Lorentz, Seestermühle, Klub der Khaki-Campbell-Entenzüchter mit Willi Radke, Berlin-Tegelort, Vereinigung der Blauen Pommernenten und schwarzen Uckermärker Ente P. Jahnke aus Greifswald. Reichsverband der Laufentenzüchter mit Otto Giesecke, Quedlinburg. Der Laufentenklub mit Emil Chur, Dellbrück, Süddeutscher Laufentenklub mit S. Gömmel aus Hähnerg bei Würzburg, Vereinigung der Orpingtonentenzüchter mit Otto Wallendorf, Geschwenda in Thüringen, Klub der Haubenentenzüchter Heinrich Fehrenbach Essen und Sächsischer Wassergeflügelklub mit Alfred Friebel, Altweide. Und eben die bereits in den Vorjahren gegründeten Enten Klubs.

Dieser Alfred Friebel hat 1922 übrigens ein sehr schönes Buch über Wassergeflügel herausgegeben.

Die Gleichschaltung all den mittlerweile entstanden Sammelsurium an Vereinigungen, Klubs und Verbände folgte dann 1933 in der Zusammenfassung im Reichsverband für Groß- und Wassergeflügelzüchter mit Otto Hördemann, Kassel.

Uns sicher allen gut bekannt ist der Name Albert Franz, er stellte 1934 erstmals die Sachsenente vor.

Hans Hinrich Lorentz war es,der 1935 die Aufnahme der Warzenenten in den offiziellen Standard beantragte. Die Farbenschläge Wildfarbig, Weiß und Schecken werden aufgeführt.

1936 wurden dann nur noch der SV der Entenzüchter, der SV der Campbellentenzüchter und der SV der Laufentenzüchter bei offiziellen Stellen genannt.

In den Kriegsjahren gibt es auch über den SV der Entenzüchter wenig Erfreuliches zu berichten.

Entenzüchter sind nun mal ein reges Völkchen, das waren die Züchter damals und daran hat sich bis heute gottlob nichts geändert. So steht in vielen Chroniken geschrieben, war etwas umzustellen, was zu neu zu regeln, sich für den Erhalt der Rassen zu formieren, die Entenzüchter waren und sind immer in vorderster Reihe. So gab es unmittelbar nach Kriegsende 1945 beim SV der Enten bereits wieder vier Untergruppen. Die Amerikanische Zone mit Otto Hördemann Kassel, die britische Zone mit Theodor Suerburg Peine, die französische Zone mit Hermann Mach Kuppenheim Baden und die russische Zone mit Otto Giesecke Quedlinburg.

1949 löste sich der SV der Campbellenten auf und trat dem SV der Entenzüchter bei und da sind sie ja bekanntlich bis heute.

Theodor Suerburg wurde bereits 1941 zum 1. Vorsitzenden gewählt und blieb dies bis 1967. Wahrlich ein großer Geflügelzüchter im Allgemeinen und ein Liebhaber der deutschen Entenzucht im Besonderen. Mit ihm verbinde ich sofort eine tiefe, sonorische Stimme. Dies ist mir unvergesslich seit meinem 5. Lebensjahr von einem Zusammentreffen bei der Nationalen in Frankfurt in Erinnerung geblieben.

1949 löste sich der SV der Campbellenten auf und trat dem SV der Entenzüchter bei und da sind sie ja bekanntlich bis heute.

Nachfolgend auf Suerburg wurde 1967 Wilhelm Schmidt aus Klein-Ostheim in Hessen 1. Vorsitzender. Er war bereits seit 1957 für den SVE als Kassierer und Geschäftsführer tätig. Mit freudiger Erinnerung wird er immer mein Opa Schmidt bleiben. Manche Stunde habe ich als Knirps in seinem Hof in Klein-Ostheim auf seinen Knien gesessen, daneben liegend der schwarze Riesenschnauzer und habe dem Fachsimpeln über die Entenzucht und über den SV der Entenzüchter gelauscht. Eine prägende Zeit für mich. Er verstarb im Oktober 1977.

1967 erfolgte die Anerkennung der von Georg Richard Oswald aus Cayuga-, Orpington-, Sachsen- und Amerikanischen Pekingenten herausgezüchteten blauen Gimbsheimer Ente.

Die Lüneburger Heide genauer gesagt in Bad Bevensen fand 1972 die 1. Sommertagung statt. Heute, in Reichenschwand sind wir bei Nummer 44 angekommen.

Ein gewisser Fritz Neubauer aus Hirschfeld Oberfranken wollte 1974 einen SV der Stockentenzüchter gründen. Da es sich im Ziergeflügel handelte empfahl der BDRG sich mit den Ziergeflügelzüchtern zusammenzusetzen.

Nach dem Ableben von Wilhelm Schmidt wurde Rudi Kurz 1978 zum 1. Vorsitzenden gewählt, er hatte zuvor das Amt des 2. Vorsitzenden inne.

Ebenfalls 1978 wurde erstmalig, für SV Züchter welche zuvor das Siegerband oder Blaue Band errungen hatten, die goldene Ente vergeben. Es war für unseren SV keine Frage, sofort nach dem die Lipsia zur Bundesschau erhoben wurde, dies auch auf das Lipsia Band auszuweiten.

Ab 1982 bereichern die von mir erzüchteten Altrheiner Elsterenten, die Farbpalette unserer Rassen. Erst im Schwarzen Farbenschlag und dann unter Magpie Ducks auch im Braunen und Blauen anerkannt.

Einst mit grünem Schnabel im Standard zu finden kamen 1983 wieder die weißen Campbellenten. Jetzt wie im Mutterland, mit orangefarbigem Schnabel dazu.

1984 wurden die von Helmuth Bethmann aus Edermissen in Niedersachsen die Blau-wildfarbigen Rouenenten zur Anerkennung gebracht.

Begründet in den vielen Züchterfreundschaften, welche die schweizer Züchter Rudi Helbling und Albert Brennwald nach Deutschland pflegten wurde 1985 zwischen dem SV der Entenzüchter und dem schweizerischen Wassergeflügelclub die Patenschaft mit einer Urkunde besiegelt. Nach mehreren Umwegen ist diese Urkunde wieder im Besitz des SV und jetzt im Entenmuseum zu sehen.

1986 wird Horst Kaltwasser Zuchtwart.

1987 die 1. Europäische Entensonderschau in Utrecht. Es folgten welche hierzuland, aber auch quer durch das angrenzende europäische Ausland bis hin zur letzten, der 6. in Dietenhofen 2011.

Zu früh verstarb Rudi Kurz im Oktober 1987. In der folgenden Jahreshauptversammlung wurde Hermann Lenz aus Neunkirchen zum 1. Vorsitzenden gewählt. Bei der Gleichen Versammlung trat auch Karl-Heinz Ruhwedel sein Amt als 2. Vorsitzender an, welches er, uns noch bestens in Erinnerung, bis 2014 begleitet hat.

Krummschnabelenten gehören seit 1988 dem deutschen Standard an, ebenso die Braungescheckten Warzenenten welche aus der DDR zu uns kamen.

Regelmäßige Schulungen für unsere Sonderrichter finden seit 1989 statt.

An dieser Stelle möchte ich die nicht minder erfolgreich verlaufene Entenzucht in der DDR einfügen.

Die SZG (Spezialzuchtgemeinschaften) waren nach dem Kriege in der DDR die Nachfolgeorganisation der früheren Sondervereine.

So gab es eine SZG Rouenenten, SZG Sachsenenten, SZG Deutsche Pekingenten, eine SZG Laufenten, eine SZG Warzenenten und lange Zeit eine SZG Khaki-Campbellenten.

Beispielhaft sei herausgegriffen, dass die SZG Deutsche Pekingenten 1955 gegründet wurde und bereits 1957 zur Lipsia in Leipzig 211 Deutsche Pekingenten zur Bewertung standen. Dem Wandel der Zeiten waren in Ost und West auch die Entenrassen unterzogen und wir wissen heute, dass vor der Wende, also dem 1991 vollzogenen Anschluss der Züchter aus der DDR an unseren SVE, die einst so starke SZG Deutsche Pekingenten, quasi nur noch auf dem Papier existierte.

Albert Franz startete mit seiner Rasse einen zweiten Versuch und so konnten 1957 die Sachsenenten in den Standard der DDR aufgenommen werden. Es folgte im Jahre 1958 die Gründung der SZG Sachsenenten. 1970 standen 111 Tiere dieser Rasse zur Junggeflügelschau in Leipzig. Bei diesem Ereignis, also der Lipsia, wurde der Erzüchter Albert Franz von Heinrich Bruse, welcher früher Sachsenenten von Franz aus der DDR in die BRD geholt hatte, mit der goldenen Ehrennadel des BDRG ausgezeichnet. Die Annahme dieser Ehrung brachte in den Folgejahren jedoch Schwierigkeiten für Franz ein und so soll die Ablehnung bzw. die Nichtanerkennung der 1970/71 vorgestellten braungelben Sachsenenten, des VKSK darauf zurückzuführen sein. Auch die Vorstellung einer Zwerg-Sachsenente konnte Franz letztendlich nicht verwirklichen. Und was wären die Sachsenenten ohne unseren Johannes Grimm. Er führte beide Zuchtrichtungen mit bestimmender Hand zusammen, immer richtungsweisend, immer dem Zuchtstand förderlich.

Großen Raum nahm die SZG Warzenenten in der DDR Züchterlandschaft ein. Gegründet wurde die SZG 1983, deren Vorsitz Manfred Luge übernahm. Nach den Aufzeichnungen gab es 1976 4180 Warzenentenzuchten mit 25.545 Tieren und 1985 13.116 Zuchten mit 74.502 Tieren. All das diente der staatlich geförderten Weißfleischproduktion, welche mit hohen Ankaufpreisen gefördert wurde.

Nach der Wende und dem Wegfall der staatlich angeordneten Preise brach die Zucht der Warzenenten abrupt zusammen. Sie waren aber auch Mittel zum Zweck. So manche Zucht der Warzenenten half den Züchtern auch den Fortbestand seltener Rassen zu sichern. Es kristallisierte sich ein fester Züchterstamm heraus, welcher die Warzenenten mit Herzblut und Leidenschaft erhält, fördert und in bestechender Qualität auf unseren Schauen zeigt.

Viel schneller als von manchen gedacht vollzogen sich nach dem Zusammenschluss der SZG und dem SVE im Jahre 1991 die Angleichungen der aus der Trennung in Ost und West unterschiedlich ausgelegten Standards und Zuchtschwerpunkten der einzelnen Rassen.

Als allgemein bekannte Namen, welche die Entenzucht in der DDR doch wesentlich mitbestimmten, möchte ich Horst Marks, Prof. Pingel und Prof. Dr. Rudolph, er ist übrigens durch die Aktion Entenrasse im Blickfeld Mitglied unseres SV geworden, nennen. Zahlreich ihre Schriften und Veröffentlichungen, welche zu Ostzeiten im Westen hochbegehrt waren. Gerade die Erkenntnisse von Pingel und Rudolph in Vererbung und Haltung sind bis heute Beispielhaft.

Der verdienten Namen wären sicher noch mehr zu nennen. Auch die vielen unbekannten Namen derer, welche oft unter schwierigsten Bedingungen und verbunden mit staatlichen Druck nicht von ihrem schönen Hobby der Entenzucht abzubringen waren. Meine Hochachtung – mein Dank.

Der Zusammenschluss der Züchterschaft von Ost und West hat gezeigt: was man erreichen kann wenn man es erreichen will – das geht nur gemeinsam, das ist gut so und soll es auch so bleiben.

Die Rouen-Clair-Ente wurde nach einem langen Vorstellungsverfahren 1992 in den Standard aufgenommen. Bis heute wurde für diese Rasse keine Farbenschlagbezeichnung gefunden. Ich bin aber guter Dinge, dass man diese nun bei der Reglementierung in englische und französische Rouenenten bemerken und korrigieren wird.

Das erste 1994 erste Entengeschnatter gab es 1994 mit 24 Seiten in der heutigen Buchform. Seit 2011 mit 64 Seiten und in Farbe herausgegeben.

1995 wurde das 100 jährige Jubiläum unseres SV mit dem Wettbewerb um den goldenem Siegerring gekrönt.

1996 wurden vom Holländer Hans Ringnalda die Overberger Enten vorgestellt. Keine einfache Rasse, doch sind wir stolz darauf, dass trotz aller Schwierigkeiten es in Deutschland mehr Zuchten dieser Entenrasse gibt als im Mutterland, eben in Holland. Beharrlichkeit in der Zucht behalten, da nehmen sich die Overberger Enten in Blau-bronze keineswegs aus.

Es mag noch vielen von euch in Erinnerung sein – 1999 die Zwergenten spalten sich ab. Hätte, wäre, wenn – nun ja so ist es eben gelaufen und zwischenzeitlich ist doch eine Menge Gras über die Sache gewachsen und auch der SV der Zwergentenzüchter geht seinen Weg.

Zur Jahrtausendwende stellte der SV der Entenzüchter mit der Deutschen Pekingente für 2000 die Rasse des Jahres.

Nach einigen Abstimmungsschwierigkeiten mit dem BDRG über Wortlaut und Schrift – für mich nur politisches Machtgehabe, konnte der SV der Entenzüchter erstmalig 2002 die Entenrasse im Blickfeld mit den Hochbrutflugenten präsentieren.

Ebenfalls 2002 zum ersten Mal war der SV-Info Stand in Hannover mit den Broschüren und Tassen zur Entenrasse im Blickfeld vertreten. Fast 20 Rassen wurden zwischenzeitlich durch diese Aktion vorgestellt und so manch eine hat dadurch zu einem neuen Züchterstamm gefunden.

2004 erstes Treffen der Hochbrutflugentenzüchter zum Erfahrungsaustausch und zur Tierbesprechung. Die erste Werbeschau für Hochbrutflugenten folgte 2006. Inzwischen fester Bestandteil in unserer Schauenlandschaft.

2007 wird P.-E. Oswald erster Vorsitzender und löst H. Lenz ab, welcher zum Ehrenvorsitzenden ernannt wird. Auch Kaltwasser hörte nach 20 Jahren Tätigkeit als Zuchtwart auf.

Säbelrasseln alleine reichte nicht aus um eine Abspaltung der Warzenentenzüchter herbeizuführen. Federführend rekrutierten H. Rigus und J. Partenheimer einige Züchter unter Behauptung falscher Tatsachen zur Gründung eines SV der Warzenenten. Schon aus formalen Gründen, aber auch durch den Besuch von 27 SV-Mitgliedern welche sich während der Gründungsversammlung in Wolfsburg gegen eine Abspaltung aussprachen, konnte diese Kapitel 2007 geschlossen werden.

Die englischen Welsh Harlekin Enten in creme-wildfarbig, gesellen sich 2008 dazu. Sie wurden von Uwe Markmann aus Planetal zur Anerkennung gebracht.

2009 tritt der von Paul-Erwin Oswald ins Leben gerufene goldene Ring der Sommertagung beim Entenball auf die Bühne.

Ab 2012 stehen nun die gelben Schwedenenten im Standard. Auch diese Rasse wurde von Uwe Markmann zur Anerkennung gebracht. Leider fehlt es da an Züchtern und vor allem zuvor noch an ausreichenden Zuchttieren.

Im Frühjahr 2015 hat sich unser SVE für den Wettbewerb um den goldenen Siegerring 2020 beim BDRG beworben. Kam sofort eine Vormerkung, folgte dann postwendend eine Absage man habe bereits 2000 diesen Wettbewerb durchgeführt und sei doch somit ausgeschlossen. Diese sollte mir bzw. unserem SV doch bekannt sein. Umgehend verfasste ich ein Rückschreiben mit dem Inhalt, dass der goldene Siegerring für eine Rasse vergeben wird und der SV schließlich 21 betreut. Ferner gab es 1965 schon einmal den Siegerring auf Amerikanische Pekingenten. Es könne nicht sein eine solche Ungleichbehandlung gegenüber anderen SV welche nur eine Rasse betreuen beim BDRG aufrecht erhalten zu wollen. Jürgen Dopmann nahm das mit zur Bundestagung um darüber zu beraten. Es kam zu folgendem Beschluss. Die Rasse Amerikanische Pekingenten (waren 1965 dran) scheidet aus. Ebenso die 1995 erstplatzierten Deutschen Pekingenten, die zweitplatzierten Orpingtonenten und die drittplatzierten Smaragdenten scheiden künftig aus. Für weitere drei bis vier Rassen können wir für 2020 und dann eigentlich für jedes Jahr den goldenen Siegerring beantragen. Wir sehen unsere Stimme als SV der Entenzüchter hat Gewicht, auch und gerade beim BDRG. Diese können sich natürlich nun auch andere SV zu eigen machen, ich denke da in erster Linie an die Gänsezüchter. So haben wir zu unserem 125 jährigen Jubiläum im Jahre 2020 den goldenen Siegerring für Warzenenten, Hochbrutflugenten, Cayugaenten Landenten mit und ohne Haube und die Deutschen Campbellenten beantragt

Aktuell beantragt haben wir beim VHGW eine Erweiterung der Champions zur Deutschen Meisterschaft von bisher drei nun auf insgesamt sieben. Das wären dann: Warzenenten als separate Klasse, Aylesburyenten bis Rouen Clair-Enten, Gimbsheimer Enten bis Cayugaenten, Krummschnabelenten bis Landenten, Laufenten für sich, Smaragd- und Hochbrutflugenten zusammen, Zwergenten alleine. Auch hier ist der SVE mal wieder derjenige SV welcher die Initiativer ergreift ohne die anderen beiden SV dabei außer Acht zu lassen oder benachteiligen zu wollen. Wir hoffen nun auf wohlwollende Beratungen bei der VHGW-Vorstandschaft. Anmerkung – vom VHGW abgelehnt.

2015 sahen wir erstmalig dunkel-wildfarbige Rouenenten. Zur Anerkennung und somit neu zugelassen wurden 2015 die Vorster Enten in weiß, von Ronny Anders vorgestellt und die Krummschnabelenten in dunkel-wildfarbig aus dem Stall der Fam. Kollhoff.

Dies war ein minimaler Abriss der letzten 120 Jahre mit der aktuell anstehenden Thematik in unserem SVE.

Wir haben in den letzten 7 Jahren über 100 neue Mitglieder werben und so unsere Mitgliederzahl halten können. Das ist eine Zahl wie sie die meisten SV gar nicht erst erreichen. Das ist eine Zahl welche uns zeigt wie stark die natürliche Fluktuation bei einem so großen SV ausfällt. Aber auch eine Zahl welche uns vor Augen führt welch großer Beliebtheit sich unser SV in der Züchterschaft erfreuen kann. Und eine Zahl die uns zeigt, dass die eingeschlagenen Wege richtig sind Bewährte Wege weitergehen, neue Wege finden und diese so herzurichten, dass wir sie gemeinsam gehen können.

Paul-Erwin Oswald
1. Vorsitzender